Muffins backen: alle Fragen und Antworten
Muffins backen das klingt simpel. Butter, Zucker, Eier, Mehl vermengen, rein in den Ofen, fertig. Und doch stehe ich bis heute manchmal vor meiner Backform und frage mich: Warum sind sie schon wieder flach? Warum laufen die Muffins über? Warum schmecken sie trocken, obwohl ich doch alles genau so gemacht habe wie immer?
Ich bin Steffi und ich backe Muffins seit meiner Jugend. Zuerst mit meiner Mami, dann alleine in meiner ersten kleinen Küche, heute in meinem geliebten Chuchichistli. In all diesen Jahren habe ich so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Teig zu fest gerührt. Ofen nicht vorgeheizt. Förmchen zu voll gefüllt. Und ja ich habe auch schon Muffins gebacken, die wirklich nicht lecker schmeckten. 😅
Genau deshalb gibt es diesen Beitrag.
Hier sammle ich alle Fragen, die mir selbst gestellt wurden von euch, von Freundinnen, von meiner Schwester, die mich manchmal mitten im Backen anruft. Ich beantworte sie so, wie ich es mir damals gewünscht hätte: ehrlich, einfach und aus der Praxis. Kein Fachjargon, keine Theorie nur das, was wirklich hilft, wenn man vor dem Ofen steht und die Muffins mal wieder nicht so werden wie erhofft.
Egal ob du zum ersten Mal backst oder schon seit Jahren. Hier findest du deine Antwort. Versprochen.

Muffins FAQ: die 47 häufigsten Fragen und Antworten rund ums Muffins Backen
Ich habe alle Fragen in übersichtliche Themen aufgeteilt. Spring direkt zu dem, was dich gerade beschäftigt.
Grundlagen & Zutaten
Welches Mehl eignet sich am besten für Muffins?
Für klassische Muffins ist Weissmehl (Typ 405 oder 550) die erste Wahl. Es gibt eine lockere, feine Krume. Wer es etwas rustikaler und nussiger mag, kann auch Dinkelmehl verwenden, das sich 1:1 austauschen lässt. Vollkornmehl macht Muffins etwas kompakter und schwerer, liefert dafür mehr Ballaststoffe. Für glutenfreie Varianten eignet sich eine Mischung aus Reismehl und Tapiokamehl gut.
Butter oder Öl für Muffins – was ist besser?
Beide Varianten funktionieren hervorragend, aber mit unterschiedlichem Ergebnis. Muffins mit Butter schmecken aromatischer und vollmundiger. Die Butter bringt ein feines Aroma mit, das Öl nicht hat. Muffins mit Öl sind dagegen noch saftiger, bleiben länger frisch und sind in der Zubereitung unkomplizierter (keine Zimmertemperatur nötig). Mein Tipp: Für Alltags-Muffins greife ich gerne zu Öl, für besondere Anlässe nehme ich Butter.
Kann ich Muffins ohne Backpulver backen?
Ja, das geht! Als Alternative kannst du Natron (Natriumbicarbonat) verwenden. Natron braucht aber immer eine Säure im Teig, damit es wirkt. Zum Beispiel Buttermilch, Joghurt, Zitronensaft oder Essig. Als Faustregel gilt: 1 TL Backpulver lässt sich durch ¼ TL Natron + etwas Säure ersetzen. Einige Muffin-Rezepte verwenden auch nur Natron, was zu einer leicht anderen Textur und etwas mehr Bräunung führt.
Kann ich Muffins ohne Milch backen?
Absolut! Kuhmilch lässt sich problemlos durch pflanzliche Alternativen ersetzen: Hafermilch, Mandelmilch, Sojamilch oder Kokosmilch funktionieren alle sehr gut. Das Verhältnis ist 1:1. Kokosmilch macht Muffins besonders saftig und gibt ein feines Aroma. Haferdrink ist am neutralsten und daher mein persönlicher Favorit als Ersatz.
Wie viele Kalorien haben Muffins?
Das hängt stark vom Rezept ab. Ein klassischer Muffin (ca. 70–80 g) hat ungefähr 220–280 Kalorien. Schokoladen-Muffins liegen eher bei 280–320 kcal, fruchtige Varianten etwas darunter. Mit Öl gebackene Muffins haben oft etwas mehr Kalorien als Butter-Varianten. Wer Kalorien sparen möchte, kann Zucker reduzieren oder teilweise durch Apfelmus ersetzen.
Welche Förmchengrösse für Muffins?
Das Standardformat ist ein Muffinblech mit 12 Mulden à ca. 7 cm Durchmesser. Das ist die klassische Grösse für die meisten Rezepte. Daneben gibt es Mini-Muffin-Bleche (ca. 4 cm) für Häppchen und Jumbo-Muffin-Formen (ca. 9 cm) für besonders grosse Exemplare. Wichtig: Bei anderen Grössen muss die Backzeit angepasst werden. Mini-Muffins brauchen ca. 10–15 Minuten, Jumbo-Muffins 25–30 Minuten.
Kann ich Muffins vegan backen?
Ja, und es gelingt überraschend einfach! Eier lassen sich durch folgende Alternativen ersetzen: 1 Ei = 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser (15 min quellen lassen), oder 60 g Apfelmus, oder eine halbe reife Banane. Butter ersetzt man durch Pflanzenöl oder vegane Margarine. Milch durch Hafermilch oder Sojamilch. Das Ergebnis ist oft erstaunlich saftig, besonders bei Rezepten mit Banane oder Beeren.
Was kann ich statt Butter in Muffins nehmen?
Es gibt viele gute Alternativen zu Butter: Pflanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl) ist am häufigsten verwendet. Aber auch griechischer Joghurt, Schmand oder Quark funktionieren wunderbar und machen Muffins besonders saftig. Apfelmus ist eine kalorienärmere Option, die gleichzeitig natürliche Süsse mitbringt. Für 100 g Butter kannst du ca. 80 ml Öl oder 90 g Joghurt verwenden.

Teig und Zubereitung
Wie flüssig muss Muffinteig sein?
Muffin Teig sollte zähflüssig sein. Dicker als Pfannkuchenteig, aber noch giessbar. Er fällt träge vom Löffel, fliesst aber nach einigen Sekunden von selbst. Wenn der Teig zu flüssig ist, werden die Muffins flach und laufen über. Ist er zu dick, werden sie kompakt und trocken.
Warum soll man Muffinteig nicht zu lange rühren?
Das ist einer der wichtigsten Tipps beim Muffins Backen! Sobald Mehl mit Flüssigkeit in Berührung kommt, beginnt sich Gluten (Klebereiweiß) zu bilden. Je länger man rührt, desto mehr Gluten entsteht und das macht den Teig zäh, gummiartig und kompakt. Das Ergebnis: schwere, klitschige Muffins statt lockere, luftige. Deshalb gilt: nur so lange rühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind. kleine Klümpchen im Teig sind vollkommen okay!
Wie voll soll man Muffin-Förmchen füllen?
Die goldene Regel: Muffin Förmchen zu zwei Dritteln füllen. Das klingt wenig, aber der Teig geht beim Backen deutlich auf. Bei zu wenig Teig werden Muffins flach und trocken. Zu voll befüllt läuft der Teig über und klebt am Blech oder am Förmchen, die Muffins sehen dann pilzförmig aus und fallen nach dem Backen oft wieder zusammen. Ein Eisportionierer oder Spritzsack hilft dabei, die Menge gleichmässig auf alle Förmchen zu verteilen.
Müssen die Zutaten für Muffins Zimmertemperatur haben?
Bei Rührteigen mit Butter ja, das ist wichtig! Zimmerwarme Butter lässt sich mit Zucker schaumig aufschlagen und bindet dabei viele kleine Luftbläschen ein, die den Muffin später locker und fluffig machen. Kalte Butter ist hart, lässt sich schlecht aufschlagen und verbindet kalte Eier oder Milch nicht gut. Der Teig kann dann flocken und krisselig werden. Bei Ölteigen ist die Temperatur der Zutaten dagegen nicht so relevant.
Tipp: Wenn du vergessen hast, Butter und Eier rechtzeitig herauszunehmen: Die Eier kurz in warmes Wasser legen. Die Butter in kleine Würfel schneiden oder 5 Minuten bei 30 Grad in den Ofen stellen.
Kann ich Muffinteig vorbereiten und über Nacht stehen lassen?
Da Muffinteig Backpulver oder Natron enthalten, solltest du ihn nicht fertig angerührt über Nacht stehen lassen. Das Backpulver beginnt sofort nach dem Mischen zu arbeiten, weshalb der Teig mit der Zeit an Triebkraft verliert. Mein Tipp bei Ölteigen: Trockene und feuchte Zutaten separat vorbereiten und erst kurz vor dem Backen zusammenrühren.
Muffin-Teig zu dick – was tun?
Einfach esslöffelweise etwas Flüssigkeit unterrühren. Milch, Joghurt oder sogar Wasser. Immer nur wenig auf einmal zugeben und zwischendurch prüfen, ob die Konsistenz stimmt. Zu viel Mehl ist oft die Ursache: Mehl immer mit einem Löffel locker in den Messbecher geben (nicht eindrücken), sonst landet zu viel Mehl im Teig.
Wie bekomme ich eine schöne Kuppel bei Muffins?
Der Trick für eine schöne Haube ist die Backtemperatur. Starte die Muffins bei höherer Hitze, zum Beispiel 5 Minuten bei 200 Grad, dann auf 175 Grad reduzieren. Die hohe Anfangshitze lässt den Teig schnell aufgehen, bevor die Oberfläche zu fest wird. Wichtig: Förmchen zu zwei Dritteln füllen und den vorgeheizten Ofen nicht zu früh öffnen.
Kann ich gefrorene Früchte in Muffins verwenden?
Ja, das funktioniert sogar sehr gut! Gefrorene Blaubeeren, Himbeeren oder Kirschen direkt aus dem Gefrierfach (nicht auftauen!) unter den fertigen Teig heben. Durch das gefrorene Obst hält der Teig rund um die Früchte besser zusammen und die Beeren färben den Teig weniger ab. Die Backzeit verlängert sich um etwa 3–5 Minuten.

Backen & Temperatur
Wie lange Muffins backen?
Standard Muffins (ca. 7 cm Förmchengrösse) backen bei 175–180 Grad in 20–25 Minuten durch. Mini Muffins brauchen nur 10–15 Minuten, Jumbo-Muffins 25–30 Minuten. Die genaue Zeit hängt vom Rezept und vom Ofen ab. Mach am Ende der Backzeit die Stäbchenprobe: Ein Holzstäbchen in die Mitte stechen, kommt es sauber heraus, sind die Muffins fertig. Besser 2 Minuten zu früh als zu spät aus dem Ofen nehmen!
Welche Temperatur für Muffins – Umluft oder Ober-/Unterhitze?
Beides funktioniert gut, mit kleinen Unterschieden. Bei Ober-/Unterhitze empfehle ich 180 Grad, bei Umluft 160–170 Grad. Umluft verteilt die Hitze gleichmässiger. Ideal, wenn du mehrere Bleche gleichzeitig backst. Ober-/Unterhitze ist sanfter und trocknet den Teig etwas weniger aus. Die Umrechnungsfaustregel: von Umlufttemperatur auf Ober-/Unterhitze minus 20 Grad.
Muffins bei 180 Grad – wie lange?
Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze (oder 160 Grad Umluft) brauchen standard Muffins in der Regel 20–25 Minuten. Ab der 18-Minuten-Marke lohnt sich die Stäbchenprobe. Denke daran: Jeder Ofen ist etwas anders. Die Zeiten im Rezept sind Richtwerte, nicht absolute Wahrheiten. Bei neuen Rezepten lieber etwas früher kontrollieren.
Wie mache ich die Stäbchenprobe bei Muffins?
Ganz einfach: Kurz vor Ende der Backzeit ein Holzstäbchen (oder Zahnstocher) senkrecht in die Mitte eines Muffins stechen und wieder herausziehen. Klebt kein Teig mehr daran, sind die Muffins durch. Kommen noch feuchte Teigreste heraus, brauchen sie noch 2–3 Minuten. Wichtig: Den Ofen dabei möglichst kurz offen lassen!
Kann man Muffins im Heissluftfrittiergerät backen?
Ja, das geht überraschend gut! Im Airfryer bei 160 Grad (Umluft-Prinzip) backen Muffins in etwa 12–15 Minuten durch, schneller als im Backofen. Silikonförmchen verwenden. Da Airfryer oft sehr unterschiedlich in der Leistung sind, am besten beim ersten Mal ab Minute 10 beobachten und die Stäbchenprobe machen. Ideal für kleine Mengen von 4–6 Muffins.
Kann man mehrere Bleche Muffins gleichzeitig backen?
Bei Umluft kein Problem. Hier kann man problemlos zwei Bleche gleichzeitig in den Ofen geben, da die Heissluft gleichmässig zirkuliert. Die Backzeit verlängert sich dabei kaum. Bei Ober-/Unterhitze empfehle ich, nur ein Blech zu backen (mittlere Schiene), da die Hitze nicht gleichmässig verteilt wird und das untere Blech zu langsam durchbackt.
Warum muss man den Ofen vorheizen für Muffins?
Das Vorheizen ist unverzichtbar! Muffins brauchen beim Einschub sofort Hitze für den sogenannten Ofentrieb: Das Backpulver reagiert explosionsartig, gibt Kohlendioxid ab und lässt den Teig schnell aufgehen. In einem noch nicht aufgeheizten Ofen verpufft dieser Effekt. Die Muffins bleiben flach und kompakt. Deshalb: Ofen immer mindestens 10–15 Minuten vorheizen, bevor die Muffins hineinkommen.

Warum gelingen meine Muffins nicht? Fehleranalyse
Warum werden meine Muffins trocken?
Trockene Muffins haben fast immer eine dieser Ursachen: zu lange gebacken, zu viel Mehl im Teig, oder zu wenig Fett und Flüssigkeit. Die Lösung: Backzeit im Auge behalten und die Stäbchenprobe machen. Lieber 2 Minuten zu früh herausnehmen. Mehl nie eindrücken beim Abmessen. Zutaten wie Joghurt, Quark, geriebene Äpfel oder reife Bananen machen Muffins besonders saftig, weil sie Feuchtigkeit im Teig halten. Und nach dem Backen unbedingt luftdicht aufbewahren!
Warum fallen meine Muffins zusammen / sinken ein?
Das klassische Einfallen hat meistens einen dieser Gründe: Die Ofentür wurde zu früh geöffnet (die Teigstruktur war noch nicht stabil), die Muffins wurden zu früh aus dem Ofen genommen, oder der Teig war zu flüssig bzw. hatte zu wenig Mehl. Auch zu viel Backpulver kann paradoxerweise zum Einfallen führen, der Teig geht zu stark auf und kollabiert dann. Mein Tipp: Ofen die ersten zwei Drittel der Backzeit nicht öffnen, und Stäbchenprobe machen bevor du die Muffins herausnimmst.
Warum gehen meine Muffins nicht auf?
Dafür gibt es mehrere mögliche Ursachen: Das Backpulver oder Natron ist abgelaufen und hat keine Triebkraft mehr (immer das Ablaufdatum prüfen!). Der Ofen war beim Einschub noch nicht richtig heiss. Der Teig wurde zu lange gerührt, was den Teig zäh gemacht hat. Oder die Butter war kalt und hat sich nicht gut verbunden. Lösung: Frisches Backtriebmittel, Ofen vollständig vorheizen, kurz rühren und Butter auf Zimmertemperatur verwenden.
Warum werden meine Muffins nicht fluffig?
Fluffige Muffins entstehen durch viele kleine Luftbläschen im Teig. Diese kommen entweder durch aufgeschlagene Butter mit Zucker (bei Rührteigen) oder durch die Reaktion von Backpulver/Natron (bei Ölteigen). Wenn Muffins nicht fluffig werden, wurde der Teig entweder zu wenig oder zu lange gerührt, die Zutaten waren zu kalt, oder das Backtriebmittel war verbraucht. Auch das Unterheben von zu viel schweren Zutaten (viele Früchte, Nüsse) drückt die Luftigkeit.
Warum laufen meine Muffins über?
Überlaufende Muffins entstehen, wenn die Förmchen zu voll befüllt wurden. Die goldene Regel ist zwei Drittel. Ein weiterer Grund: Der Teig ist zu flüssig. Übergelaufene Muffins sehen pilzförmig aus und fallen nach dem Abkühlen oft zusammen. Mit einem Eisportionierer oder Spritzsack lässt sich die Füllmenge sehr gut kontrollieren.
Warum werden Muffins außen hart?
Eine harte Außenkruste entsteht meist durch zu hohe Backtemperatur, zu lange Backzeit oder zu wenig Feuchtigkeit im Teig. Prüfe zuerst, ob dein Ofen die angezeigte Temperatur wirklich hält (viele Öfen heizen ungenau). Reduziere die Temperatur um 10–15 Grad und verkürze die Backzeit. Auch das Abstellen auf einem Rost und sofortige luftdichte Aufbewahrung nach dem Abkühlen verhindert, dass die Außenschicht nachträglich hart wird.
Warum sind meine Muffins innen klitschig / nicht durchgebacken?
Klitschige Muffins sind noch nicht vollständig durch. Das passiert häufig, wenn die Backtemperatur zu hoch war (außen zu schnell gebräunt, innen noch roh) oder wenn zu viel feuchte Zutaten im Teig waren. Lösung: Temperatur um 10–15 Grad reduzieren und etwas länger backen. Und immer die Stäbchenprobe machen!
Warum löst sich das Papierförmchen vom Muffin?
Das ist ein häufiges Problem, das fast immer an Feuchtigkeit liegt. Wenn Muffins in der Backform auf einer Unterlage ohne Luftzirkulation abkühlen, staut sich Dampf zwischen Muffin und Förmchen, das Papier löst sich. Die Lösung ist einfach: Die Muffins kurz nach dem Backen (sobald sie handwarm sind) aus dem Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. So zirkuliert Luft von allen Seiten und das Papier bleibt perfekt am Muffin.
Warum schmecken meine Muffins nach Backpulver?
Ein deutlicher Backpulver Geschmack entsteht meistens, wenn zu viel Backpulver verwendet wurde, das Backpulver nicht gleichmässig eingemischt wurde, oder wenn der Teig zu lange ruht bevor er gebacken wird (das Backpulver beginnt zu reagieren). Lösung: Backpulver genau abmessen (nicht schätzen!), gut mit dem Mehl vermischen bevor die feuchten Zutaten dazukommen, und Muffins möglichst bald nach dem Anrühren backen. Abgelaufenes Backpulver kann ebenfalls komisch schmecken.

Aufbewahrung und Einfrieren
Wie lange sind Muffins haltbar?
Gut luftdicht aufbewahrte Muffins bleiben bei Zimmertemperatur 2–3 Tage frisch. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu 5 Tage, werden aber etwas trockener. Eingefrorene Muffins sind bis zu 3 Monate haltbar. Muffins mit Früchten, Frischkäse oder Sahneglasur sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Generell gilt: Je früher du die Muffins nach dem Backen luftdicht einpackst (erst vollständig auskühlen lassen!), desto länger bleiben sie saftig.
Wie Muffins richtig aufbewahren?
Wichtig: Muffins erst vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, sonst bildet sich Kondenswasser und die Böden werden feucht. Dann luftdicht verpacken, am besten in einer Dose mit Deckel oder einem Gefrierbeutel. Bei Zimmertemperatur (kühl und dunkel) halten Muffins 2–3 Tage. Im Kühlschrank werden sie leider etwas trockener, nur bei Muffins mit frischen Füllungen empfehlenswert.
Kann man Muffins einfrieren?
Ja und das ist sogar eine der besten Methoden zur Vorratshaltung! Muffins lassen sich bis zu 3 Monate problemlos einfrieren. So geht es am besten: Muffins vollständig auskühlen lassen, in einen Gefrierbeutel oder eine Box geben, beschriften und einfrieren. Am besten ohne Glasur oder Dekor einfrieren.
Wie Muffins auftauen – am besten bei Zimmertemperatur oder Ofen?
Am schonendsten ist das Auftauen bei Zimmertemperatur: Den Muffin mit der Verpackung aus dem Gefrierfach nehmen und 2–3 Stunden bei Raumtemperatur auftauen lassen. Für schnelleres Auftauen: Muffin in den Ofen bei 150 Grad für 8–10 Minuten, er schmeckt dann fast wie frisch gebacken. In der Mikrowelle geht es am schnellsten (30–45 Sekunden bei mittlerer Stufe), aber die Textur wird oft etwas weicher.
Muffins im Kühlschrank aufbewahren – ja oder nein?
Der Kühlschrank ist nicht ideal für Muffins ohne Füllung. Fie Kälte zieht Feuchtigkeit aus dem Teig und macht sie schneller trocken. Für pur gebackene Muffins ist ein luftdichter Behälter bei kühler Zimmertemperatur besser. Im Kühlschrank aufbewahren solltest du Muffins nur, wenn sie empfindliche Füllungen oder Glasuren enthalten: Frischkäse-Frosting, frische Beeren, Sahne oder ähnliches.
Wie Muffins wieder aufwärmen, damit sie saftig bleiben?
Der beste Trick: Muffin kurz mit einem leicht feuchten Küchenpapier bedecken und für 20–30 Sekunden in die Mikrowelle. Der Dampf macht sie wieder weich und saftig. Im Ofen bei 150 Grad für 8–10 Minuten funktioniert ebenfalls gut und gibt eine leicht knusprige Kruste zurück. Nicht zu lange aufwärmen, sonst werden sie trocken. Wer Zeit hat: Muffin am Abend aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur auf Raumtemperatur kommen lassen, dann ist er am nächsten Morgen perfekt.
Kann man Muffinteig einfrieren statt fertige Muffins?
Grundsätzlich ist das möglich. Würde ich aber nicht unbedingt empfehlen. Teige mit Backpulver und Natron können an Triebkraft verlieren. Lieber die fertigen Muffins einfrieren, weil so Geschmack und Konsistenz zuverlässiger blieben. Falls du es trotzdem aus der Not machen solltest: Zum Backen direkt gefroren in den vorgeheizten Ofen geben und die Backzeit um 5–8 Minuten verlängern.

Anlässe, Varianten und Diäten
Welche Muffins eignen sich für Kindergeburtstage?
Für Kindergeburtstage empfehle ich einfache, nicht zu süsse Muffins, die sich auch gut dekorieren lassen. Klassiker: Vanille Muffins mit Zuckerguss und bunten Streuseln, Schoko Muffins mit Smarties, oder Marmor Muffins. Am praktischsten sind Muffins in Standardgrösse – Mini Muffins für die ganz Kleinen. Wer kreativ sein möchte: Kinderschokolade Muffins sind immer ein Hit!
Welche Muffins kann man gut vorbereiten?
Fast alle Muffins lassen sich gut 1–2 Tage im Voraus backen und luftdicht aufbewahren. Besonders gut eignen sich Schoko Muffins, Marmor Muffins und fruchtige Varianten wie Blaubeermuffins, da sie durch die Feuchtigkeit im Teig auch am nächsten Tag noch saftig sind. Tipp: Muffins einfrieren und am Vorabend auftauen lassen, dann schmecken sie wie frisch gebacken.
Muffins ohne Zucker backen – geht das?
Ja! Es gibt verschiedene Alternativen: Reife Bananen süssen sehr gut (2 Bananen ersetzen ca. 80–100 g Zucker). Apfelmus ist eine weitere natürliche Option. Dattelpaste (pürierte entkernte Datteln) gibt ein karamelliges Aroma. Für klassischen Backgeschmack: Xylit oder Erythrit lassen sich 1:1 ersetzen und verhalten sich sehr ähnlich wie Zucker. Ich persönlich mag Xylit und Erythrit als Zuckeralternativen jedoch nicht, deshalb würde ich sie auch nicht unbedingt empfehlen. Aber das ist sicherlich Ansichtssache.
Glutenfreie Muffins – welches Mehl verwenden?
Für glutenfreie Muffins eignen sich am besten Mehlmischungen aus dem Reformhaus oder Supermarkt, da sie das Backtriebverhalten von Weizenmehl gut imitieren. Wer selbst mischen möchte: 70% Reismehl + 30% Tapiokamehl oder Kartoffelstärke ist eine gute Basis. Mandelmehl macht Muffins besonders saftig und nussig, braucht aber etwas mehr Ei zur Bindung. Alle Backpulver Mengen können gleich bleiben.
Herzhafte Muffins – welche Füllungen passen?
Herzhafte Muffins sind perfekt für Apéro, Brunch oder als Snack für unterwegs. Beliebte Kombinationen: Käse und Speck, Feta und getrocknete Tomaten, Zucchini und Kräuter, Schinken und Emmentaler, oder Olivenöl und Oliven. Als Basis dient ein neutraler Rührteig mit Salz. Die herzhafte Variante ist einfacher vorzubereiten als man denkt. Oft einfach süsse Zutaten durch herzhafte austauschen.
Wie Muffins schön dekorieren?
Es gibt viele Möglichkeiten, von simpel bis aufwendig: Puderzucker mit einem Sieb über die Muffins bestäuben ist das Schnellste. Ein Zuckerguss aus Puderzucker + Zitronensaft oder Wasser sieht schön aus und ist schnell gemacht. Für besondere Anlässe: Frischkäse-Frosting mit Spritzsack aufspritzen und mit frischen Beeren, Zitronenzesten oder Schokostreuseln dekorieren. Schmelzschokolade als Glasur eignet sich für Schoko Muffins ganz besonders. Kinder lieben bunte Smarties oder Zuckerperlen.
Muffins als Geschenk verpacken – wie?
Selbst gebackene Muffins sind ein wunderbares Geschenk! Am schönsten verpackt in einer transparenten Gebäckbox oder einer Kartonschachtel mit Sichtfenster. Eine schöne Schleife und ein handgeschriebenes Kärtchen mit dem Rezept drauf macht das Geschenk persönlich. Weihnachtsmuffins in einer hübschen Blechdose, die ist gleichzeitig Teil des Geschenks.
Mini Muffins backen – Backzeit und Tipps?
Mini Muffins backen genauso wie normale, nur schneller: bei 175 Grad (Ober-/Unterhitze) oder 160 Grad Umluft in etwa 12–15 Minuten. Ab Minute 10 die Stäbchenprobe machen. Förmchen zu zwei Dritteln füllen. Ein Spritzsack ist hier besonders praktisch. Mini Muffins trocknen leichter aus, daher lieber etwas früher herausnehmen. Sie sind ideal für Kindergeburtstage, Buffets oder als kleine Kostproben.

Schon Lust, direkt loszulegen? In meiner Rezeptsammlung „15 einfache Muffin Rezepte die immer gelingen“ wartet garantiert dein neues Lieblingsrezept und meine besten Muffin Tipps gibt’s gleich dazu.
Du hast eine Frage, die hier noch fehlt? Schreib sie mir in die Kommentare, ich ergänze den Muffins FAQ Hub laufend! Besuche mich auch gerne bei Instagram oder Facebook und markiere mich mit @steffis-chuchichistli wenn du eines meiner Rezepte ausprobiert hast. Du findest mich auch bei Pinterest. Klicke direkt auf ein Foto hier im Text und pinne es in deine Pinterest Pinnwand. Ich freue mich
Rezeptkarte
Schoko Muffins mit Schokostückchen – super saftig und einfach
Schoko Muffins
Zubereitung
-
Deinen Backofen kannst du schon mal auf 160 Grad Umluft vorheizen und dir alle Zutaten abgewogen bereit legen.
-
Zuerst schlagen wir die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker kräftig auf.
-
Anschliessend schlägst du die Eier nacheinander einzeln unter den Teig, sodass er schön cremig und luftig wird.
-
Nun kommt Mehl, Backpulver, Salz, gemahlene Mandeln, Kakaopulver und die Milch zum Teig. Alles nur noch kurz vermengen bis ein glatter Teig entsteht.
-
Zum Schluss kommen die Schokostückchen hinzu. Diese nur noch vorsichtig unter den Teig heben.
-
Den Teig nun am besten mit Hilfe eines Eisportionierers in die vorbereiteten Muffin Förmchen füllen. Wenn du magst kannst du noch ein paar Schokostückchen oben drauf verteilen.
Danach die Muffins bei 160 Grad Umluft für ca. 25 Minuten backen.
-
Die Muffins zum Auskühlen aus der Backform heben und wenn du magst mit etwas Puderzucker oder Schokoladeglasur dekorieren.
